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"Ich wollte nie ein Liedermacher sein", gesteht der 42-Jährige. Viel lieber wäre er Organist für Kirchenmusik. "Aber das liegt mir einfach nicht." Und so ist der geborene Ostwestfale eben Liedermacher geworden, zunächst nur in seiner Freizeit, zurzeit hauptberuflich. "Durch das neue Kindergartengesetz wurde mein Vertrag als Erzieher nicht verlängert, deshalb konzentriere ich mich im Moment nur auf die Musik."Die Liebe hat ihn übrigens nach Vlotho verschlagen. Vorher hat der gelernte Maschinenschlosser zehn Jahre in Minden gelebt. "Irgendwann habe ich bemerkt, dass in meiner Mindener Wohnung nichts Wichtiges mehr war und so hat es sich dann ergeben, dass ich diesen Sommer endgültig nach Vlotho umgezogen bin." Jetzt lebt er mit seiner Freundin Anja zusammen. Hat sie ein Lieblingslied? "Mir hat von Anfang an das Lied "Zwei Postkarten" am besten gefallen, das Holger für seine Exfreundin geschrieben hat", gesteht sie. Nein, ein Problem habe sie damit nicht. "Das ist in einer Zeit entstanden, mit der ich nichts zu tun habe."Drei Akkorde für die KirchengemeindeDie ganze Liedermacherei hat übrigens 1976 mit Tante Mathilde angefangen, sagt Holger Ziegler und muss schon grinsen, bevor er die Geschichte erzählt. "Tante Mathilde ist eine ältere Dame aus Spenge, die drei Akkorde spielen konnte und diese der gesamten Kirchegemeinde - unter anderem auch mir - beigebracht hat." Über einige Umwege und trotz Protesten seiner Eltern ist Holger Ziegler 2004 zum Liedermacher "mutiert" und steht seit 2006 mit ausschließlich eigenen, deutschen Liedern auf diversen Bühnen.Was er nicht mag ist der Vergleich mit Reinhard Mey, weshalb er auch keine Lieder von dem von ihm sonst geschätzten Liedermacher spielt. Begründung: "Die Leute sollen sich an mich erinnern und nicht an Reinhard Mey." Und genauso wenig mag er das immer noch in den Köpfen der Menschen hängengebliebende Klischee über Liedermacher aus den 70er-Jahren. "Das ist sehr schwere Kost. Eine krächzende Stimme zu einer verstimmten Gitarre, die einen möglichst politisch angehauchten Text singt." Die heutigen Liedermacher bewegten sich hingegen eher auf einer Unterhaltungsschiene. "Und ich stehe irgendwo dazwischen", sagt Ziegler, der sich nicht festlegen lassen möchte, weil er auch kein Schubladendenken mag.Das, was Holger Ziegler komponiert, dafür ist eine Schublade definitiv zu eng. Seine Lieder leben von den Texten, vom Zuhören also. Gerade hat er in einem Soester Tonstudio seine erste CD "Gras" aufgenommen. Hier zeigt er mal seine zynische Seite, dann seine melancholische und auch seine humorvolle. Shoppen gehen im "Assi-Supermarkt", eine schlaflose Nacht mit Angela Merkel, die Begegnung mit dem "Mädchen aus dem Zauberbaum" - Holger Ziegler nennt seine Bandbreite "von lieb bis zotig" und betont: "Ich mag dieses moralische Zeug nicht."Am schlimmsten findet er Lieder, die das Publikum hören möchte, die er aber selber nicht mag. Und genauso gibt es für ihn Lieder, die wohl nie fertig werden, weil er mit einer Stelle nicht zufrieden ist. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Publikum am liebsten die Lieder hört, die schnell entstanden sind, bei denen ich nicht lange überlegen musste." Alle seine Lieder würden auf ganz unterschiedliche Weise entstehen. "Einmal habe ich abends ein Glas Whisky getrunken. Morgens hatte ich passend zu dem Thema Text und Melodie im Kopf."Was Holger Ziegler sich in nächster Zeit wünscht, wäre "endlich auch einmal in Vlotho aufzutreten". Sowieso könne er sich vorstellen, tagsüber ein wenig an seinen Plakaten herumzubasteln und ansonsten jeden Abend auf einer anderen Bühne aufzutreten. "Ich werde zwar kein Jimmy Hendrix oder Pavarotti mehr", gesteht Holger Ziegler, aber wenn er zur Gitarre greift, wird es auf jeden Fall nicht langweilig.Wer auf die Musik von Holger Ziegler neugierig geworden ist, kann sich einen Eindruck von dem Vlothoer-Liedermacher verschaffen. Am Dienstag, 26. August, tritt er um 20 Uhr an der Schiffmühle in Minden auf. Am Mittwoch, 10. September, ist Holger Ziegler ab 20 Uhr im Hamburger Hof in Minden zu sehen und zu hören.Interessierte erreichen Holger Ziegler unter der Telefonnumer (01 73) 8 53 26 43 oder per E-Mail unter Holger-Ziegler@gmx.de.Infos auch unter www.holger-ziegler.com.

Vlothoer Anzeiger vom 23.08.2008"Ich wollte nie ein Liedermacher sein"Holger Ziegler lernte bei Tante Mathilde das Gitarrespielen Neu-Vlothoer möchte heimisches Publikum kennenlernenVlotho (va). Wenn Holger Ziegler sich seinem Gegenüber vorstellt, ergreift er nicht das Wort, sondern er greift zur Gitarre. Ein Liedermacher? Gibt es die überhaupt noch?Von Stefanie Bollmeier





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